Kinder-Influencer – Linktipp

Ich weiß gar nicht, wer von uns die Idee zuerst hatte, die Kinder oder ich – Geld verdienen als Youtube-Influencer. Vermutlich hatten die Kinder eine Ahnung und ich das Wort dafür. Aber egal, niemand von uns hat die nötige Social-Media-Reichweite. In der brandeins könnt Ihr darüber lesen, wie eine Familie ein Social-Media-Unternehmen um ein Kind herum aufgebaut hat. Natürlich kann man das auch alles blöd finden, also wirklich: alles – Youtube, Kinder-Influencer, Einhörner, Konsum, falsche Vorbilder, Geld an sich – aber dann bleibt‘s ja auch im Immergleichen, und das ist nur manchmal schön. Hier geht’s zum Artikel:

https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2019/marketing/kinder-influencer-miley-wuerde-sogar-gern-viel-viel-oefter-mit-der-kamera-reden?utm_source=zeit&utm_medium=parkett

KinderGeld-Fail 1/2019 – Müll zu Geld

Ich hatte mal gehört und wurde in einem Kölner Tatort daran erinnert, dass Müll ein Riesengeschäft ist. Müll haben wir. Wie machen wir jetzt ein Riesengeschäft für unser Tropical-Island-Glas daraus?

Da ein Teil meines Berufes aus Bücherschreiben besteht, fällt recht viel Altpapier an. Im Keller lagern Kartons mit Fehldrucken oder mit Werbung zur Neuerscheinung eines Buches, das seit 3 Jahren auf dem Markt ist. Also dachte ich: Papier ist Rohstoff, das kann man bestimmt als Altpapier verkaufen. Vor Jahren hat mein Vater mal eine Aktion initiiert, bei der er Unmengen an Zeitungspapier aus dem halben Dorf gesammelt und es dann zu Isofloc gefahren und verkauft hat. Isofloc verarbeitete das Zeitungspapier zu Dämmstoff für Häuser. Und mein Vater bekam Geld, das er dann spendete. Aber wir haben leider nicht genügend Zeitungen.

Also recherchierte ich, wohin ich mein Altpapier bringen könnte und ab welchen Mengen es sich so lohnt, dass wir etwas Geld ins Tropical-Island-Glas tun können. Interessanterweise gibt es in den östlichen Bundesländern viele Aufkaufstellen für Wertstoffe von Privatleuten, nicht nur für Papier, sondern auch für Altkleider, CDs, Geschirr, Glas usw. In den westlichen Bundesländern ist das nicht so verbreitet. In Paderborn etwa gibt es Stellen, an denen man seine Wertstoffe abgeben kann, aber fast immer muss bei größeren Mengen sogar bezahlt werden und man bekommt nichts dafür, außer, es ist Altmetall. Das ist natürlich nicht das, was wir wollen.

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KinderGeld-Tipp 1/2019

Bücher rezensieren

Wir haben in „KinderGeld“ und den beiden folgenden Projekten beobachtet, dass „irgendwas mit Büchern“ immer zu unseren Kerngeschäften gehört. Wir haben gelesene Bücher verkauft, die Verwandtschaft ermuntert, uns ausgelesene Bücher zum Verkauf zu überlassen, ein Buch selbst geschrieben und verkauft, die Verwandtschaft ermuntert, das Buch auch zu kaufen, also: Mit den Büchern kamen wir ein großes Stück weiter.

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Allerdings haben wir auch festgestellt, dass wir ganz schön viel Geld für Bücher ausgeben. Also fragten wir uns, wie wir weiterhin genügend Lesestoff haben, aber bei der Anschaffung sparen.

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Riesen-Fenstersterne

Vor ca. 2 Jahren verwickelte ich mich in ein vollkommen sinnloses, wenngleich ungemein befriedigendes „Wer hat den größten Fensterstern“ und schuf einen hellgrünen Traum mit einem Durchmesser von 104 cm. Safe, dachte ich.
Aber was ist in Zeiten von Wachstumsszwang schon safe? Und mag man in einem Waldorfkindergarten möglichweise von digitalen Disruptionseffekten verschont bleiben, so ist man es doch nicht vor Fenstersternvergleichen. Da hängt nun also eine Herausforderung im Eurythmiesaal, die gesamte Fensterbreite nutzend. Das Mittlerweile-Schulkind kann nicht anders, als beim Anblick dieser Sterndimension mit einem unausgesprochenen „Jetzt du, Mutter!“ zu reagieren.
Also musste ich die Proportionen der schönen Sterne von Frédérique Gueret auf eine Seitenlänge von 1m umrechnen, um auf einen Durchmesser von 2m zu kommen. Beim Falten statt Fingerspitzen und Messerchen nun Hände, Arme, Lineale einsetzen. Irren und neu beginnen.
Er hängt und bringt goldenes Licht ins Winterwohnzimmer. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wo es größere Papierbögen gibt.

Die Faltanleitung stammt aus: Frédérique Guéret: Zauberhafte Fenstersterne, Stuttgart 2012, S. 111-112. Der Link für zu amazon, darum ist er Werbung.

Eine Professorin im Kinderbuch!

Hurra, ich habe sie gefunden: Meine erste Professorin in einem Kinderbuch. Seit Jahren suche ich für meine Töchter nach Rollenvorbildern im Kinderbuch. Irgendwie gab es im Kindersachbuch und auch in der Kinderbelletristik nur Professoren, meist alt und aus den Naturwissenschaften. Es gab aber keine Leute wie mich, also Wissenschaftlerinnen, mittelalt und aus den Kulturwissenschaften. Das ist natürlich nicht so archetypisch abzubilden, ich trage z.B. bei der Arbeit keinen weißen Kittel und habe auch noch nicht so weiße Haare wie Albert Einstein.

So fragte ich in inhabergeführten Buchhandlungen nach Büchern, in denen mal eine Wissenschaftlerin – und nicht nur als Assistentin – auftaucht. Und die Mitarbeiterinnen gaben sich wirklich Mühe – aus der Ritterschen in Soest bekam ich noch Wochen nach meiner Anfrage eine Antwort, so lange hatten sie gesucht!

Und nun las ich David Walliams: Die schlimmsten Kinder der Welt (Dieser Link ist Werbung). Ach, ich las nicht, ich versuchte, durch das Buch zu kommen, immer wieder kurz davor, es wegen des abzusehenden Ekels im nächsten Kapitel vielleicht doch besser zur Seite zu legen. Die Kinder in diesem Buch machen nämlich allerhand mit ihrem Sabber, ihren Läusen, ihren Popeln, ihrem Müll und natürlich ihren Pupsen. Vierjährigen Zuhörerinnen leuchten die Augen, endlich Inspiration!

Doch dann: Meine erste Professorin im Kinderbuch! Weißer Laborkittel! Brille! Strubbelige weiße Haare! Eine Alberta Einstein quasi, aber immerhin, sonst erkennt das natürlich auch kein erwachsener Vorleser. Frau Professorin (ohne weiteren Namen) erfindet eine Vorrichtung, um eine Porzellansammlung – ich fühle mich gleich zuhause 🙂  – vor einer Zappelphilippa zu schützen. Und weltfremd, wie sie gehörigerweise ist, bedenkt sie nicht, dass riesige Gummiblasen für Kinder eben auch hopsen, wenn sie angedotzt werden. Und so richtet die Erfindung der Professorin ein Pandemonium unter Vasen, Figuren und Tellern an.

Ich mag wirklich nicht empfehlen, dieses Buch zu lesen, es sei denn, Ihr seid nach den vielen Kinderkörperflüssigkeiten und anderen Hervorbringungen schon wieder lachbereit. Aber ins Regal stellen und ihm huldigen, das dürfte gehen!

Termine Januar 2019

25.1., 9-16 Uhr
Kulturwissenschaftlerinnen und Geld
Paderborn

Was sollten Kulturwissenschaftlerinnen über Geld wissen? Welche Einkommensarten gibt es? Wie unterscheidet sich die berufliche Geldpraxis im öffentlichen Dienst und in der „freien Wirtschaft“ – und was muss ich dafür wissen und können? Wie kann ich als Freiberufler*in/Selbstständige (auch in Nebentätigkeit) meine Liquidität und meinen Finanzierungsbedarf planen und Preise festlegen? Wie plane und wirtschafte ich, wenn ich nicht für mich allein verantwortlich bin?

Anmeldung erforderlich: brief[at]mareikemenne.de, Teilnehmerbegrenzung!
Teilnahmegebühr 85€ inkl. MwSt.

29.1., 9-14 Uhr
Vereinbarkeit von Studium/Promotion/Berufseinstieg und Kind(ern)
Paderborn

Elternzeit als Entwicklungsphase; Organisation und Finanzierung, Identifikation und Unterstützung von elternpositiver Arbeitsumgebung, Netzwerke
Anmeldung erforderlich: brief[at]mareikemenne.de, Babies willkommen, Teilnahmegebühr 55€ inkl. MwSt.

Kinder.Geld – das Buch

Herzlich Willkommen! Dies ist der Blog zu unserem Buch „Kinder.Geld“. Grundlage ist eine Wette. Seit vielen Jahren nun schreibe ich meinen Blog „Brotgelehrte“. Mir fällt einfach nicht ein, wie er gut laufen kann. Ich werde getröstet, der Content gelobt. In einem Frustmoment sagte ich, ich solle besser einen Mom-Blog schreiben, das sei vermutlich erfolgreicher.

Was nun zu beweisen ist.

Aber natürlich werde ich diesen Blog mit ebenso viel Ideen und Herzblut füllen, wie Brotgelehrte auch. Außerdem erleichtert es mir die Rollenteilung in „Seriöse, kopfgesteuerte Privatdozentin Dr. Menne“ und „Impulsive, intuitionsgesteuerte Mareike“.

Der Blog startet im Januar. Euch erwarten:

  • Tipps und Erfahrungsberichte zu finanzieller Bildung und finanzieller Erziehung, insbesondere für nichtgeschäftsfähige Kinder.
  • Tipps, Erfahrungsberichte und Gedanken zum allfälligen Thema Mutterschaft und Geldverdienen
  • Gedanken und Impulse zu großen Themen und Sorgen von Kleinen und Großen: Armut, Umweltzerstörung, Donald Trump (das letzte war ein Scherz).

Seid gespannt!