Tag 5: Regeneration

„Du hast doch gerade mal angefangen, wovon willst Du Dich denn jetzt schon regenerieren?“, fragt das wohlbekannte Teufelchen auf meiner Schulter.

„Ich will nicht denselben Fehler machen wie bislang, und keine Regenerationsroutine entwickeln“, antworte ich geduldig, und darum gibt’s heute Regeneration.

Was durchaus Tücken hat. In Trainingsplänen in Kioskzeitschriften steht unter einzelnen Tagen „Regeneration“, als sei das selbsterklärend. Mein altes Ich hätte es gleichgesetzt mit „Heute kein Training“, aber das ist zu kurz gedacht.

Erstmal widmete ich mich dem Material. Regeneration bedeutete heute: Trainingsklamotten waschen, so richtig, mit dem Fitnessprogramm der Waschmaschine.

Weiter hieß es nach dem hilfreichen Austausch gestern mit Christina Seck: Fahrrad in Ordnung bringen. Nachdem das jüngste Kind nun auch ohne FollowMe fährt, habe ich die Achse irgendwie falsch ausgetauscht. Dank Service ist das Rad wieder fit für Herbsttouren.

Dann waren meine Laufschuhe an der Ferse etwas aufgerauht, gerade genug, um etwas zu stören, aber noch nicht genug, um die Schuhe zu entsorgen. Glücklicherweise habe ich flick+fertig entdeckt und mir Fersenpatches zugeschnitten. Die Schuhe werden mich noch ein paar Kilometer tragen.

Die Material-Regeneration war meine Aufwärmung. Schon Konfuzius sagte vermutlich: „Wenn Du laufen willst, musst Du Deine Füße pflegen.“ Ich schöpfte Wasser mit ein wenig Entengrütze aus unserer Zisterne, gab Badesalz hinzu und genoss die Kälte.

Eine wunderbare Einstimmung auf 10 Minuten Meditation.

Danach war der Kopf frei, um planerisch auf die Olympiade zu schauen.

Die ersten Disziplinen werden aus dem Sportabzeichen heraus entwickelt: Leichtathletik und Schwimmen.

Dann wird es Sportarten geben, die ich komplett neu lernen muss, für die ich beiläufig neue Bewegungen in meinen Alltag einbinden muss. Skateboard. Turnen .

Und es gibt Sportarten, für die mir die Ausrüstung fehlt, nicht nur am Körper, sondern auch im Raum. Die Bahn für das Bahnradfahren , die Aufhängungen für das Turmspringen, die Matten für den Kampfsport . Hier muss ich recherchieren und Menschen um Unterstützung bitten.

Schließlich wird es Disziplinen geben, an denen ich scheitern werde. Ich muss entscheiden, wo der Punkt ist, an dem ich aufgebe.

Zur Regeneration gehört neben diesen Reflexionen auch Bewegung: mit Claudia Pragst in einem sehr effektiven Walk’n’Talk an den Fischteichen. Es hat den Tag rund gemacht.

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